Mein Erlebnis mit der 99er-Loge

Von Hans Altmann – Liebe Leser, es gibt Dinge in unserem normalen Leben, die wir kaum erfassen, weil sie uns nicht direkt berühren – aber dennoch sind sie da! Bevor ich nach Paraguay auswanderte, lebte ich in Deutschland und verdiente eine Zeitlang als Matratzenhändler meinen Unterhalt. Das war in Moers. Es war im Jahre 1998, als ich einen Anruf von einer Kundin entgegennahm, die vom Rheinland nach Berlin umgezogen war! Nennen wir diese Dame Rita Schneider. Sie bestellte eine besonders dicke Latexmatratze, die über 1000,- DM kostete! Da ich mehrfach von Berliner Freunden eingeladen worden war, konnte ich diese Lieferung mit dem Besuch bei meinen Freunden verbinden.

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An einem Freitag fuhr ich mitten in der Nacht mit einem Stadtplan von Großberlin auf der Ablage in meinem Opel Astra Kombi los, um unterwegs nicht lange nach dem Weg fragen zu müssen. Wie abgemacht stand ich morgens früh gegen 6:30 Uhr bei der Kundin vor der Tür. Ich schleppte die Matratze in ihre Wohnung und lud sie, nachdem sie gezahlt hatte, zum Frühstück ein. Neugierig fragte ich sie, was sie denn von Düsseldorf nach Berlin brachte. Ihre Antwort: „Meine Kunden!“ Sie plauderte los, dass sie in Düsseldorf ein Domina-Studio besessen hatte und dort viele Politiker aus der damaligen Bundeshauptstadt Bonn ein- und ausgegangen waren. Auch hohe Richter, Polizeipräsidenten und Staatsanwälte gehörten zu ihren Kunden! Etwas verwundert sah ich sie dabei an, da es sich doch um Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben handelte, die in ihrer Position schließlich häufig oft über Schicksale von Menschen entscheiden mussten, aber sich abends von ihr auspeitschen ließen und dabei um Gnade bettelten; oder Hündchen spielen mussten, indem sie vor ihrer Herrin Männchen machten!

Es kamen aber auch Menschen zu ihr, die sich in irgendeiner Weise schuldig fühlten oder sich zumindest bei ihr ausheulen wollten, weil sie vor irgend etwas Angst hatten und diese Angst nicht in den Griff bekamen! So kam eines Tages ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter zu ihr ins Studio, der ihr heulend gestand, dass er einer mächtigen Freimaurerloge angehöre – der 99er-Loge –, die ihn als Opfer für den Logendämon „ausgekugelt“ hatte!

„Ich gestehe“, sagte sie, „dass ich nicht gerne über diese Thematik rede. Zum einen soll man über das Böse nicht lange reden, weil man ihm damit zu viel Ehre antut und es zudem unnötigerweise heraufbeschwört, zum anderen denke ich aber auch, dass man über seine potentiellen Gegner und Intimfeinde so viel wie möglich wissen sollte.“

Was ist die 99er-Loge?

Das vorhandene Wissen über die 99er-Logen ist im wahrsten Sinne des Wortes mehr als dürftig. Die 99er-Logen sind das diametrale Gegenstück zur Weißen Bruderschaft oder auch den Brüdern des Lichtes. Über beide Institutionen weiß man so gut wie nichts. Sie gehören zu den bestgehütetsten Geheimnissen dieses Weltenplanes. Und wie das bei Geheimnissen dann immer so ist, gibt es viele Spekulationen, Hypothesen, Legenden und bewusste Falschinformationen – letzteres insbesondere in Bezug auf die 99er-Logen, die sie vermutlich selbst in Umlauf gebracht haben.

Um bei den 99er-Logen zu bleiben, so gibt es über diese brauchbaren Direktinformationen ausschließlich aus dem okkulten Bereich. In den Standardwerken über Geheimbünde und Orden über den Zeitraum der nachvollziehbaren Menschheitsgeschichte sind die 99er-Logen nicht einmal erwähnt oder nur fragmentarisch angesprochen. Die für meine Begriffe beste Quelle ist der okkulte Roman „Frabato“ von Franz Bardon, in dem der Autor autobiografisch seine wichtigsten Lebensabschnitte und den Kampf zwischen Weiß- und Schwarzmagiern schildert.

Für mein Verständnis gehören die 99er-Logen zum gefährlichsten und bedrohlichsten Element in dieser schicksalsträchtigen Zeit. Wer die Zeitschrift „Code“ (die es heute nicht mehr gibt), die „Vertraulichen Mitteilungen“ oder Bücher wie „Wer regiert die Welt“ oder „Die Brüder des Schattens“ über einen längeren Zeitraum aufmerksam gelesen und studiert hat, für den gewinnen die okkulten Informationen über die 99er-Logen auf unheimliche Weise an Glaubwürdigkeit. Die 99er-Logen sind nicht nur die Eckpfeiler und die Plattform des pyramidalen Baus der Weltfreimaurerei, sondern gehören auch zu deren Spitzengruppe. Sie sind eine durch und durch elitär aufgebaute Sturmtruppe. In ihrer inneren Struktur entsprechen sie weitgehendst den bekannten Strukturen der profanen oder speziellen Logen und Orden, mit Großmeistern, Schriftführern, Gerneralversammlungen, einem Großrat, einer eigenen Gerichtsbarkeit, geheimen Unterkunftsräumen und Tempeln, einer Geheimschrift und so weiter. Aber während die profanen oder speziellen Logen und Orden in einer Vielzahl auch harmlose, ja sogar gutgesinnte Mitglieder und Mitläufer führen, sind die Mitglieder der 99er-Logen ausnahmslos elitäre, hochentwickelte Schwarzmagier – perfektioniert in telepathischer Kampftechnik und allen Möglichkeiten der Evokation. Und es gibt 99 dieser Logen zu je 99 Mitgliedern auf dieser Erde. Das sind 9801 höchstentwickelte Schwarzmagier; menschliche Bestien ohne Skrupel und Gewissen, einzig und allein ihrem Gott hörig.

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Ich lasse einige Auszüge aus einer Ansprache des Großmeisters der 99er-Loge zu Dresden folgen – der in okkulten Kreisen der Vorkriegszeit gefürchteten FOGC-Loge (Freimaurerischer Orden der Goldenen Centurie) –, die dieser an einem 23. Juni gehalten hatte, dem für die 99er-Logen höchste Festtag des Jahres – wenn auch mit anderen Vorzeichen als in anderen okkulten Kreisen und Zirkeln, wie wir noch hören werden:

„Unser Orden besteht schon seit Jahrhunderten und ist mit denselben Gesetzen in der ganzen Welt vertreten. Die Zahl 99 ist uns heilig und hat ihre besondere Bedeutung; denn es gibt insgesamt 99 Logen in der ganzen Welt, und jede dieser Logen hat wieder genau 99 Mitglieder. Alle diese Logen verfahren nach denselben Gesetzen wie wir. Der Herr der Finsternis, unser Gott, den wir verehren und anbeten, hat jeder Loge ein hohes dämonisches Wesen zur Verfügung gestellt, das wiederum verpflichtet ist, jedem Logenbruder einen Dämonendiener zu überlassen. Da der Großmeister einer jeden Loge die größte Verantwortung zu tragen hat, ist ihm jeweils jenes hohe Wesen zugeteilt, welches von unserem höchsten Gott als Oberhaupt einer jeden Loge bestimmt wurde. An diesem historischen Tag möchte ich jeden von euch daran erinnern, welche ungeheuren Vorteile er aus der Zugehörigkeit zu unserer Loge gezogen hat. Sicher kann mir niemand von euch einen Orden nennen, durch den man schneller zu Reichtum und Macht kommen kann. Wer kann seine Feinde schneller vernichten als wir? Welcher Mensch wird besser geschützt vor allen Gefahren des Lebens als die Brüder unserer Loge? Niemand!

Diese Vorteile sind nur mit Unterstützung jener geistigen Mächte zu erlangen, von denen ich vorher gesprochen habe. Wir alle haben diese Vorteile für unser Leben gewählt und uns dafür verpflichtet, das Böse zu fördern und das Gute zu bekämpfen, wo immer sich uns eine Gelegenheit ergibt. Dies hat sicherlich niemand von euch ernstlich als Schwierigkeit empfunden.“

Man muss diesen Redeauszug vielleicht mehrfach lesen, um sich der Tragweite des darin zum Ausdruck kommenden bewusst zu werden. Und die Mitglieder dieser Loge sind nicht etwa verschrobene, mystizistische Schwärmer, Träumer oder Gaukler, sondern hochkarätige Mitglieder der menschlichen Gesellschaft aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Die Mitgliedschaft ist absolut geheim. Auf Bekennen der Mitgliedschaft gegenüber einem außenstehenden Dritten oder auf Bekanntgabe des Namens des persönlichen Dämonendieners steht die Todesstrafe. Untereinander kennen sich die Mitglieder nur mit ihrem internen Logennamen. Das einzelne Mitglied wiederum kann durchaus Mitglied in anderen Logen und Zirkeln sein, und ich bin der festen Überzeugung, dass Einrichtungen wie die der Illuminaten, den „Kindern Luzifers“, wie sie sich selber nennen, der Bilderberger, der Trilateralen Kommission oder der B’naiB’rith-Loge, um nur einige zu nennen, wahre Tummelplätze der 99er-Mitglieder sind, ohne dass der eine vom anderen wissen muss.

In der Öffentlichkeit treten die einzelnen Logen, allerdings ohne Preisgabe ihrer Identität, gerne mit Vorträgen über Okkultismus auf, mit dem Versuch zu beweisen, dass dies alles ja nur auf Lug und Trug und Trick aufgebaut sei. Sie wissen sehr genau, dass eine Ausbreitung der okkulten Weltanschauung eine neue Gesellschaftsordnung hervorrufen würde, die ihren eigenen Umtrieben sehr hinderlich sein dürfte. Außerdem bestünde ja die Gefahr, von positiv arbeitenden Okkultisten erkannt und der Öffentlichkeit preisgegeben zu werden.

Zu den streng gehüteten Geheimnissen der 99er-Logen gehört die Fähigkeit, jeden Menschen nach Belieben in den Schlaf zu versetzen und wieder aufzuwecken (z.B. für telepathische Beeinflussung oder Suggestionen), ihn krank oder gesund zu machen, zu beleben oder auch zu töten. Diese Fähigkeiten haben die führenden Mitglieder allerdings nur durch einen Pakt mit einem Dämonenfürsten erworben. Mit ihren schwarzmagischen Methoden können sie jeden ungeschulten Menschen nach ihrem Willen beeinflussen, ohne dass dieser die Möglichkeit hätte, die Ursache einer vielleicht spürbaren Einwirkung zu entdecken.

Und der Preis für diesen Pakt? Kommen wir zurück auf das Datum des 23. Juni eines jeden Jahres. Für die 99er-Logen ist dies, wie schon gesagt, ein besonderer Festtag, aber keineswegs ein Glückstag. Im Gegenteil, dieser Tag ist für sie der Unglückstag eines jeden Jahres, weil an diesem Tag ein Logenbruder dem der Loge dienenden Dämon geopfert werden muss. Sämtliche Mitglieder, ohne Rücksicht auf Rang und Namen, unterstehen diesem Gesetz. Wie in grauer Vorzeit werden hier, wie auch in den Satanskulten vergangener Zeit, Menschen zum Opfer gebracht. Die Auswahl des Unglücklichen erfolgt durch Losentscheid, was in den Logen als „Kugeln“ bezeichnet wird. Da das Todes-Los nicht an die Dauer der Zugehörigkeit zur Loge gebunden ist, kann es jeden Bruder treffen, ohne Rücksicht darauf, ob er gerade erst eingetreten oder schon seit vielen Jahren Mitglied ist. Für das geopferte Mitglied wird am gleichen Tage ein neues Mitglied aufgenommen. Die Opferung des Todeskandidaten erfolgt bei den 99er-Logen allerdings nicht im Rahmen eines Blutrituals, sondern der Todeskandidat scheidet entweder durch Selbstmord aus dem Leben oder, falls ihm dazu der Mut fehlt, machen die Richter der Loge nach Ablauf einer bestimmten Frist von ihren Möglichkeiten Gebrauch, damit in jedem Fall die Vereinbarungen mit dem Dämon strikt eingehalten werden. Dem gleichen Zweck dient auch die Berichtspflicht.

Ich zitiere hier nochmals den Großmeister gemäß Franz Bardon:

„Wie euch bekannt ist, seid ihr heute zur Abgabe eurer in Geheimschrift abgefassten Berichte verpflichtet. Sie sollen jene Arbeiten betreffen, die ihr im Laufe des vergangenen Jahres mit Hilfe eures Dämonendieners durchführen konntet und uns eine gewisse Kontrolle ermöglichen, damit wir prüfen können, ob die Bedingungen unseres Vertrages mit den dämonischen Mächten auch eingehalten werden.“(48)

Kernstück dieser Vertragsbedingungen ist, wie zuvor schon teilweise erwähnt, die Förderung von allem Bösen in jeder Hinsicht durch die Logenmitglieder. Sie bekämpfen alles Gute mit allen Mitteln und gehen eine unauflösbare Verbindung mit dem der Loge vorstehenden Dämon ein – während und nach diesem Leben, wobei es sich hier wohl um eine Art geistige Sklavenhaltung handelt.

Dafür verpflichten sich der Dämon und seine Dämonendiener, den Logenmitgliedern für die Zeit ihrer irdischen Existenz in allem zur Seite zu stehen, ihnen Reichtum, Ansehen und Erfolg zu verschaffen. Allerdings, und diese Einschränkung machen die Dämonen selbst, nur in dem Ausmaß, als die Göttliche Vorsehung nicht Einhalt gebietet.

Aber die Duldsamkeit der Göttlichen Vorsehung richtet sich, so unfassbar uns dies erscheinen mag, nach dem Freien Willen des Individuums. Und auch die karmischen Gesetze spielen hier eine große Rolle. Doch diesen Punkt wollen wir hier nicht weiter vertiefen; es würde im Rahmen dieser Abhandlung zu weit führen. Es sei hier nur noch an Goethes Faust erinnert. Gutes wie Böses haben in diesem Weltenplan ihren notwendigen Platz. Wenn die Kräfte des Guten von jedem Individuum im gleichen Maße, mit dem gleichen Einsatz, mit der gleichen Aufopferung gefördert und eingesetzt werden, wie dies auf der Seite des Bösen zur Zeit und auch in der Vergangenheit ist und war, dann ist es um die Entwicklung der Geistwesen besser bestellt. Unser größter Feind ist die Gleichgültigkeit, die Bequemlichkeit, die Feigheit. Und von diesen dreien gibt es zu viel auf der Welt.

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Und dennoch haben wir keinen Grund zur Mutlosigkeit oder Resignation, die uns angesichts der oben angedeuteten Perspektiven anwandeln könnten. Machen wir doch einmal ein kleines Experiment. Stellen sie sich in einen vollständig abgedunkelten Raum, im Keller oder bei heruntergelassenen Rolläden in einem Zimmer. Lassen Sie die Dunkelheit ein paar Minuten auf sich wirken, spüren Sie die aufkommende Unsicherheit, die wachsende Angst, die absolute Einsamkeit, die hier erahnbar wird. Und dann zünden Sie ein einziges Streichholz an und beobachten Sie, was geschieht, wie schier unzählbare Schatten hin- und herhuschen und springen, wie eine wild aufgescheuchte Horde, die nicht weiß, wohin sie zuerst fliehen soll. Ist dies nicht eine trostreiche Analogie? Ein einziger Lichtfunke zerstört die tiefste Finsternis nachhaltig und endgültig.

All das wusste ich noch nicht, als ich der Domina damals gegenübersaß. Ich hatte mich nach dem Gespräch schlau gemacht und verstand nun, was dieser Kunde vor sich hatte, als ihm mitgeteilt worden war, dass er am 23. Juni dem Logendämon geopfert werden sollte. „In meinem Beruf“, sagte die Domina, „komme ich an die unglaublichsten Dinge heran, die sich Otto Normalverbraucher nie vorstellen könnte. Aber ich habe eine Schweigepflicht, die ich peinlichst einhalte, sonst würde ich hier nicht mehr lebend vor Ihnen sitzen! Diese Schweigepflicht ist mir so heilig wie dem katholischen Pastor das Beichtgeheimnis oder auch dem Arzt seine Schweigepflicht! Ohne dieses Schweigen könnte ich mein Gewerbe aufgeben und hätte außerdem um mein Leben zu fürchten!“

Auf meine Frage, wie die Geschichte mit diesem „Kunden“ ausgegangen sei, erklärte sie: „Er ist nicht wiedergekommen…“